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15. Mai 2018

Pressemitteilung

Kompass-Programm für Geflüchtete: Erster Auszubildender im Ruhrgebiet startet bei der KÖTTER Unternehmensgruppe

Erfolgsgeschichte Joblinge gAG Ruhr: Gründungsaktionär stellt den insgesamt achten Teilnehmer ein

Essen/Gelsenkirchen. Ein schwieriger Ausbildungsmarkt, geringe Perspektiven für Jugendliche mit ungewöhnlichen Bildungsbiographien und neue Herausforderungen wie die Integration von Migranten machen die Initiative JOBLINGE für das Ruhrgebiet seit mittlerweile fünf Jahren unentbehrlich. „Anpacken statt Handreichen. JOBLINGE lebt dieses Prinzip seit der ersten Stunde. Lassen Sie mich im Namen des Aufsichtsrates unterstreichen: Wir sind stolz auf das gemeinsam Geschaffene!", sagte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörender Westdeutscher Wach- und Schutzdienst Fritz Kötter SE & Co. KG und Aufsichtsratsvorsitzender der Joblinge gAG Ruhr, gestern Abend im Rahmen der Jubiläumsfeier, die mit rd. 400 Gästen auf der Haupttribüne der Veltins-Arena stattfand.

Jüngstes Beispiel des KÖTTER Engagements: Neben einer weiteren Auszubildenden, die im Sommer als Kauffrau für Büromanagement startet, wird ein aus Syrien stammender JOBLINGE-Teilnehmer ab 1. August seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker im unternehmenseigenen Fuhrpark beginnen. Für die Ausbildungsbetriebe der KÖTTER Unternehmensgruppe ist er der mittlerweile achte Auszubildende, der seit 2012 über JOBLINGE seinen Weg in das Familienunternehmen gefunden hat. Weitere Besonderheit: Der 24-Jährige ist innerhalb der Joblinge gAG Ruhr zugleich der erste Teilnehmer aus dem Programm JOBLINGE Kompass, der eine Ausbildung antritt. Kompass baut auf dem klassischen JOBLINGE-Programm auf und bereitet junge Geflüchtete intensiv und passgenau auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vor. Zu den Kernelementen gehören berufsspezifische Sprachqualifizierung und Begleitung bis zum Ende der Ausbildung.

„Mit dem Bewusstsein, dass der Ausbildungsmarkt in unserer Region aufgrund des anhaltenden Strukturwandels extrem schwierig war, noch immer ist und auch bestimmt noch lange so bleiben wird, haben wir gemeinsam die Joblinge gAG Ruhr gegründet“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Wir waren von Beginn an von dem Konzept überzeugt. Speziell die enge Einbindung der Wirtschaft, aber ganz besonders auch der Gesellschaft bei der Umsetzung und Schaffung neuer Perspektiven waren vielversprechend. Und das Konzept hält, was es versprochen hat.“

Seit Oktober 2012 engagiert sich die KÖTTER Unternehmensgruppe, die mit der Westdeutscher Wach- und Schutzdienst Fritz Kötter SE & Co. KG zu den Gründungsaktionären gehörte, für die Joblinge gAG Ruhr. Gemeinsam mit vielen weiteren Aktionären, Stakeholdern und Partnern konnte in kurzer Zeit Einiges erreicht werden: Aus fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein Team von 22 geworden. Insgesamt werden an den inzwischen drei Standorten der klassischen JOBLINGE-Initiative in Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen zurzeit Plätze für 220 Teilnehmer angeboten, von denen Jahr für Jahr rd. 70 % das Projekt mit einer neuen beruflichen Zukunftsperspektive verlassen. Neu hinzugekommen ist Ende vergangenen Jahres der für das Ruhrgebiet ergänzende Kompass-Standort mit zusätzlichen 45 Teilnehmerplätzen in Gelsenkirchen. In diesem Frühjahr erwartet das JOBLINGE-Management den insgesamt 1.000. Teilnehmer im Ruhrgebiet. „Danke, dass Sie mutig mit uns gemeinsam neue Wege gehen!“, richtete der Aufsichtsratsvorsitzende angesichts dieser Erfolgsbilanz seinen besonderen Dank an die anwesenden Unterstützer sowie den Schirmherrn der Initiative, den früheren NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Eines ist für Friedrich P. Kötter klar: „Wer den maßgeschneiderten Einser-Vorzeige-Auszubildenden mit Abitur sucht, sucht bei JOBLINGE in der Regel vergebens. Wenn man sich bei JOBLINGE engagiert, bekommt man oftmals aber den besten, den motiviertesten und den genau richtigen für sein Unternehmen. So wie wir jetzt für die Kfz-Werkstatt.“

Gleichzeitig gibt es aber noch viel zu tun: „Hierzulande sind mehr als 500.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos oder befinden sich in Maßnahmen des Übergangssystems zwischen Schule und Beruf. Zeitgleich wurde in den zurückliegenden Jahren ein Rekordniveau unbesetzter Lehrstellen erreicht. „Es gibt also noch viel zu tun", so Friedrich P. Kötter.

Hierbei leistet die Dienstleistungsgruppe auch im klassischen Ausbildungsbereich Unterstützung. Für das Ausbildungsjahr 2018/2019 bietet das Familienunternehmen bundesweit aktuell noch ca. 90 freie Ausbildungsplätze an, davon rd. 15 im Ruhrgebiet.

 

 

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