Tarifpartner schließen Mindestlohntarifvertrag für das Sicherheitsgewerbe ab

23.03.2010

Einigung zwischen Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen und ver.di/Gestaffelte Steigerungen bis zum Jahr 2013

Berlin. Der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben einen Mindestlohntarifvertrag für die bundesweit rund 170.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe abgeschlossen. Die Mindestlöhne sollen 2011 bei mindestens 6,53 Euro beginnen (von 4,76 Euro ist das eine Erhöhung um gut 37%) und bis 8,46 Euro reichen. Ab 1. Januar 2013 sollen bundesweit mindestens die gewünschten 7,50 - 8,90 Euro gezahlt werden.

„Wir begrüßen diese Vereinbarung ausdrücklich“, betont Friedrich P. Kötter, Geschäftsführer von KÖTTER Security. „Denn wir setzen uns über den BDWS bereits seit langem für Mindestlöhne auch in der Sicherheitsbranche ein. Diese sind ein wichtiges Instrument, um Dumpinglöhne zu verhindern.“

Dabei berücksichtigt die jetzt getroffene Einigung die jeweilige regionale Wirtschaftskraft. Speziell durch die Übergangsfrist soll den Marktgegebenheiten entsprochen werden. Nach der Einigung zwischen den Tarifpartnern müssen die Mindestlöhne für die Sicherheitsbranche jetzt noch von der Bundesregierung für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Einhergehen mit den Mindestlöhnen müssen wirksame behördliche Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten, um die Einhaltung sicherzustellen und Dumpinglöhne dauerhaft zu verhindern. „Daher unterstützen wir ausdrücklich auch die Kontrollen durch den Zoll, um die Einhaltung von Tarif- und Sozialstandards zu sichern“, sagt Friedrich P. Kötter. „Denn einen Wettbewerb auf dem Rücken der Mitarbeiter darf es nicht geben.“