Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

16.04.2008

Polizei, private Dienstleister und Wirtschaftsförderungsgesellschaften weiten Sicherheitspartnerschaft auf Mülheim an der Ruhr aus

Mülheim an der Ruhr/Essen. „Die privaten Sicherheitsunternehmen leisten bereits heute wichtige Beiträge zur Wahrung der inneren Sicherheit“, betont Andreas Kaus, Geschäftsführer des Westdeutschen Wach- und Schutzdienst Fritz Kötter. „Dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe wollen wir uns auch in Zukunft stellen und deshalb freuen wir uns, dass zu der erfolgreichen Kooperation in Essen jetzt die Sicherheitspartnerschaft Mülheim an der Ruhr hinzu kommt.“ Gemeinsam mit Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr sowie den weiteren beteiligten Unternehmen unterzeichnete er heute den Vertrag für die neue Sicherheitspartnerschaft Mülheim an der Ruhr, mit der die bestehende Partnerschaft Essen erweitert wird.

Im Mittelpunkt der Initiative, die von den Wirtschaftsförderungsgesellschaften Mülheim an der Ruhr und Essen unterstützt und koordiniert wird, stehen der regelmäßige Austausch von Informationen sowie konkrete Beiträge der Sicherheitsunternehmen zur Unterstützung der polizeilichen Arbeit auf der Grundlage der bestehenden Gesetze. „Die Sicherheitspartnerschaft trägt dazu bei, Kriminalität erfolgreich vorzubeugen und zudem das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu steigern“, sagte Andreas Kaus weiter. „Auf diese Weise wollen wir das Thema Sicherheit auch zu einem Markenzeichen der Städte Mülheim an der Ruhr und Essen machen.“

Die Weitergabe von Informationen erfolgt über die gemeinsame Informations-Ansprechstelle (IAS). Dabei handelt es sich um eine Notruf- und Serviceleitstelle, die die beteiligten Sicherheitsunternehmen im jährlichen Wechsel zur Verfügung stellen. Zudem sind die Firmen Tag und Nacht mit ihren Fahrzeugen in Mülheim an der Ruhr und Essen unterwegs. Auffällige Sachverhalte werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sofort an die zuständige IAS gemeldet.

„Die Bewahrung der inneren Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht allein auf den Schultern der Polizei lasten“, betonte auch die Polizeipräsidentin der Städte Essen und Mülheim an der Ruhr, Stephanie Fischer-Weinsziehr, anlässlich der Unterzeichung der Sicherheitsvereinbarung. Sie hofft, dass durch das Public-Private-Partnership-Projekt das Thema Sicherheit noch mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt und die Kriminalprävention in Mülheim an der Ruhr und Essen gestärkt wird.
Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr, lobt die beispielhafte und praktische interkommunale Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Die heute geschlossene Vereinbarung ist ein wirksames Mittel und setzt Zeichen für eine Verbesserung der Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Das Zusammenwirken von politischen, gesellschaftlichen und privaten Kräften ist dabei notwendig und sehr begrüßenswert."

„Sicherheit ist ein zunehmend bedeutender Standortfaktor für die Unternehmen insbesondere in reinen Gewerbegebieten“, begründet Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH, das Engagement der Mülheimer Wirtschaftsförderung. „Im Projekt arbeiten ausschließlich Sicherheitsunternehmen mit, die sich selbst und ihren Mitarbeitern hohe Qualitätsanforderungen stellen, so Schnitzmeier weiter. Den Anschub für die gemeinsame Kooperation gab die Essener EWG, die erstmals 2005 eine Sicherheitsinitiative durchführte. Berthold Leise, Prokurist der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, berichtet von den ausgesprochen positiven Erfahrungen mit der Sicherheitspartnerschaft in der Ruhrstadt: „Wenn diese Qualität auch in Mülheim etabliert ist, spricht aus unserer Sicht Nichts dagegen, die Sicherheitspartnerschaft auch auf weitere Städte und Sicherheitsunternehmen in der Metropole Ruhr auszudehnen.“