Landshut-Entführung: GSG 9-Gründer beriet TV-Produktion

24.11.2008

Spielfilm am 30. November in der ARD zu sehen / Ulrich K. Wegener ist Vorsitzender des KÖTTER Sicherheitsbeirates

Essen. Die Ereignisse stehen bis heute als schreckliches Sinnbild für den Terrorherbst 1977. Am 13. Oktober 1977 entführten palästinensische Terroristen die Lufthansa-Maschine „Landshut“.

Fünf Tage dauerte das Martyrium für Crew und Passagiere, bevor in der somalischen Hauptstadt Mogadischu die erfolgreiche Befreiung durch die Antiterroreinheit GSG 9 gelang. Kapitän Jürgen Schumann durfte diesen Moment allerdings nicht mehr erleben, die Entführer hatten ihn zwei Tage zuvor erschossen.

Die Geschehnisse werden in einem Spielfilm nachgezeichnet, der am kommenden Sonntag, 30. November, ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen ist. Die Filmszenen wurden im marokkanischen Casablanca gedreht, wo der stillgelegte Flughafen ideale Bedingungen bot. Als Berater fungierte u. a. General a. D. Ulrich K. Wegener, Vorsitzender des KÖTTER Sicherheitsbeirates und Gründer der GSG 9.

„Die Produzenten Dr. Gabriela Sperl und Nico Hofmann, Drehbuchautor Maurice Philip Remy und Regisseur Roland Suso Richter wollten die Ereignisse möglichst genau nachzeichnen und haben mich um Unterstützung gebeten“, so Wegener. „Dem bin ich sehr gerne nachgekommen.“ Welche Gedanken verbinden sich mit dem damaligen Einsatz? „Der größte Triumph war für mich, dass wir alle Geiseln lebend befreien konnten“, sagt Wegener, dessen Rolle vom Schauspieler Herbert Knaup gespielt wird. „Darauf bin ich bis heute sehr stolz.“