
Friedrich P. Kötter: „Nur wo etwas entsteht, wird Dienstleistung dauerhaft benötigt“ / Beteiligung am Buchprojekt „PHÖNIX FLIEG – Das Ruhrgebiet entdeckt sich neu“
Essen. Der Dienstleistungsbereich ist zum zahlenmäßig bedeutendsten Wirtschaftssektor geworden - auch im Ruhrgebiet. Er erreicht in Deutschland einen Anteil von rd. 73 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung. Im Dienstleistungssektor sind ca. 29 Millionen Menschen beschäftigt (etwa 73% der ca. 40 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland). In der früheren Kohle- und Stahlregion Ruhrgebiet sind rd. 70 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich tätig.
Vor diesem Hintergrund wird die Dienstleistungswirtschaft häufig mit markanten Vokabeln belegt wie „Jobmotor“, „Zugpferd“ oder Zukunftsbranche“. Gleichwohl: „Diese Beschreibungen schmeicheln, dürfen aber nicht den Blick dafür verstellen, wie sehr speziell der Dienstleistungssektor von äußeren Faktoren abhängig ist“, unterstreicht Friedrich P. Kötter, Geschäftsführer der bundesweit tätigen Dienstleistungsgruppe KÖTTER Services mit Stammsitz in Essen, im jetzt neu erschienenen Buch „PHÖNIX FLIEG – Das Ruhrgebiet entdeckt sich neu“.
In dem vom Initiativkreis Ruhr (IR) unterstützten Buch nehmen Persönliche Mitglieder des IR Stellung zum Strukturwandel und zu künftigen Herausforderungen. Die KÖTTER Unternehmensgruppe gehört seit 2008 dem IR an. Mit der Sparte Security ist das Familienunternehmen zweitgrößter Sicherheitsdienstleister Deutschlands.
„Ein immer weiteres Abrücken von einer aktiven Industriepolitik wäre daher auch aus Dienstleistersicht verheerend. Speziell ein Anbieter unternehmensnaher Dienstleistungen wie wir kann immer nur dort seine Leistungen unterbreiten, wo auch produziert wird. Wir sind die Branche, die meist erst zum Zuge kommt, wenn etwas Neues entstanden ist“, betont Friedrich P. Kötter.
„Gerade das Ruhrgebiet ist traditionell ein großer Produktionsstandort. Daher ist es für einen Dienstleister wie uns nach wie vor eine wichtige Region. Und deshalb muss der gesunde Mix aus Industrie, Handel und Dienstleistung auch künftig bestehen bleiben.“
Weiteres zentrales Zukunftsthema ist für Friedrich P. Kötter der drohende Fachkräftemangel. Nach einer Studie der Beratungsgesellschaft Prognos werden dem Arbeitsmarkt bis 2015 rd. drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. „Eine Entwicklung, die für einen personalintensiven Dienstleister von ganz besonderer Bedeutung ist“, so der KÖTTER Geschäftsführer. „Die Aus- und Weiterbildung ist daher der Schlüssel zur Zukunftssicherung für Dienstleistungsunternehmen – speziell angesichts der steigenden Anforderungen.“ Investitionen in die Bildung seien daher neben einer guten Infrastruktur und einem attraktiven Lebensumfeld ein entscheidender Standortfaktor.
