
KÖTTER Sicherheitsbrief rückt Vergabepraxis in den Fokus / Ehemaliger Verfassungsschutz-Präsident im Interview
Essen. Im Bereich der Sicherheit sind private Dienstleister für Wirtschaft und öffentliche Hand zu einem wichtigen Partner geworden. Angesichts wachsender Herausforderungen, z. B. durch die organisierte Kriminalität und angespannte öffentliche Haushalte, übernehmen sie zunehmend auch sensible Aufgaben wie etwa die Flughafensicherheit oder die Abwehr von Wirtschaftskriminalität. Trotz dieser Entwicklungen bildet bei der Auftragsvergabe aber häufig das niedrigste Preisangebot den ausschlaggebenden Faktor. Für die Auftraggeber birgt dieses Vorgehen nicht unerhebliche Risiken. Erfahrungen zeigen, dass das niedrigste Angebot nicht automatisch das wirtschaftlichste ist.
In der aktuellen Ausgabe des KÖTTER Sicherheitsbriefes warnt Herr Dr. Peter Frisch, Mitglied des KÖTTER Sicherheitsbeirates und ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, vor den Folgen der Vergabepraxis, bei denen allein das niedrigste Preisangebot den Ausschlag gibt.
Im Interview zeigt er u. a. anhand des Bestbieterprinzips der CoESS (Confederation of European Security Services, www.coess.org) Alternativen auf, wie Ausschreibungsergebnisse für potenzielle Auftraggeber verbessert werden können. Der europäische Dachverband des Sicherheitsgewerbes hat das Bestbieterhandbuch schon 1999 als EU-Projekt mit der Gewerkschaft Uni-Europa entwickelt.
